Mittwoch, 26. Juni 2024

Frankreich, Tag 55 (Mittwoch, 26.6.2024): Guerande

Der neue Tag beginnt mit einer Mischung aus Wolken und blauem Himmel bei 19 Grad. Ich möchte im kleinen Laden und/oder der Bäckerei etwas kaufen, aber beide haben wegen Urlaubs bis 2.7. geschlossen. Als kleinen Dank für den großartigen Stellplatz werfe ich eine freiwillige Spende für das Wasser, mit dem ich Ludwigs Tank gefüllt habe, in die dafür vorgesehene Box.


Ich fahre südwärts. In Le Barrage muss ich bei einer Hebebrücke warten, bis ein Boot vorbei gefahren ist.


Nach einem Tankstopp (1,678 Euro pro Liter Diesel) treffe ich um 10:15 in Piriac-sur-Mer ein. Der kostenpflichtige Stellplatz würde 14,22 Euro pro 24 Stunden kosten, was mir für ein oder maximal zwei Stunden Parken viel zu teuer ist. Alle (fast leeren) Parkplätze sind mit Höhenschranken versehen. Ich kurve durch die Stadt, um einen Platz irgendwo neben der Straße zu finden. Als mir das in einem Kilometer Entfernung vom Zentrum der "kleinen Stadt mit Charakter" gelingt, habe ich keine Lust mehr, sie zu besichtigen. Wenn die Stadt so charakterlos ist, WoMos mehr oder weniger auszusperren, soll sie es halt bleiben lassen.


Ich fahre lieber weiter nach Guerande, wo ich Ludwig ein paar hundert Meter vor dem Zentrum in einem Wohngebiet abstelle.


Guerande ist keine kleine Stadt mit Charakter (dafür ist sie mit 16.000 Einwohnern zu groß), besitzt aber eine kleine Altstadt, deren Stadtmauern aus dem Mittelalter weitgehend erhalten geblieben sind. Es ist Markttag, und die Gassen sind voller Menschen. Nachfolgend einige Fotos:








Nach einem Mittagssnack (ein Sandwich mit Schinken und Käse) fahre ich nach Batz-sur-Mer. Hier wurde auf Höhenschranken verzichtet, Schilder weisen aber auf ein Parkverbot für WoMos zwischen 20 und 9 Uhr hin.


Ich mache einen Spaziergang. Es gibt eine Kirche, die Ruine einer Kapelle (mit Dinosaurier) und am Strand einen Menhir. Batz-sur-Mer muss man nicht unbedingt gesehen haben, auch wenn sie eine petite cite de caractere ist. Seht selbst:




Das Thermometer zeigt nun 30 Grad im Freien und 37 Grad in Ludwig an. Der Intermarche in Le Croisic, eine weitere kleine Stadt mit Charakter, erlaubt WoMos, zwischen 19 und 10:30 den Parkplatz zu benutzen (warum machen das nicht alle Supermärkte?). Auch tagsüber stehen mehrere Camping-Cars hier, aber der Parkplatz ist groß genug, so dass das offensichtlich toleriert wird.


In Le Croisic sind alle Parkplätze für Fahrzeuge, die breiter als 2,2 m oder länger als 5 m sind, verboten (diese dürfen nur auf einigen kostenpflichtigen Stellplätzen oder eben beim Intermarche stehen). Bei dieser Hitze mag ich mich nicht durch die Straßen quälen. Diese touristischen Hafen-Städtchen sehen einander meistens eh ziemlich ähnlich. Ich fahre statt dessen bis ans Ende der Halbinsel und kehre anschließend nach Le Guerno zurück, wo ich eine zweite Nacht verbringen werde. Ich komme um 16:20 an und relaxe in Ludwigs Schatten. Das Außenthermometer zeigt 31 Grad an.


Um 19 Uhr öffnet die Creperie La Gargouille. 


Die Gemeinde ersucht, als Gegenleistung für den kostenlosen Stellplatz bei den lokalen Geschäften einzukaufen (da gibt es nur den kleinen Laden und die Bäckerei, die derzeit Urlaub haben) oder in den Restaurants zu essen. Die Pizzeria dürfte nur am Wochenende offen haben, deshalb lasse ich mir ein Crepe servieren (eine dünne Palatschinke mit diversen Garnierungen). Ich wähle die Variante mit Kastanieneis, Kastaniencreme, Schlagobers und Mandeln). Mein heutiges Abendessen kostet 9,90 Euro, dazu kommen ein Cola um 3,20 Euro sowie Trinkgeld.


Mein Weg durch Guerande:


Mein Weg durch Batz-sur-Mer:


Meine Route:



Kilometerstand: 4684 km (119 km gefahren).