Meine Apple Watch (unbezahlte Werbung) weckt mich um 7:30, um mich an die Einnahme der Blutdruck-Tablette zu erinnern. Der Himmel ist wolkenlos. Die Temperatur beträgt 14 Grad. Der Stellplatz in Pleyben bietet die Möglichkeit, Grauwasser und Toilettenbehälterinhalt zu entsorgen und eventuell Wasser zu tanken (eventuell deshalb, weil der einzige Wasserhahn bei der Toilettenentleerung angebracht ist). Außerdem gibt es zwei WCs, nur Papierhandtücher und Klobürste fehlen - man kann nicht alles haben. Tagsüber fahren hier zwar recht viele Autos vorbei, aber in der Nacht war es ruhig.

Beim Lidl am Südende der Stadt sind Tomaten im Angebot (1,09 Euro), und Mortadella ist wieder vorrätig (ich kaufe gleich 3 Packungen).

Ich kehre zur Tour 8 aus dem WoMo-Reiseführer zurück. 2 km südwestlich von Commana besichtige ich die Allee Couverte (ein keltisches Langgrab) von Mougau-Bihan (der Parkplatz dürfte sich gut zum Übernachten eignen).

Ob damals schon Miraculix' Zaubertrank verfügbar war, um diese schweren Felsblöcke zu transportieren?

Eine 8-km-Wanderung um den See Lac du Drennec lasse ich aus. Stattdessen steuere ich den nächsten Enclos Paroissial in Sizun an. Ich lasse Ludwig auf einem schiefen Parkplatz 150 m nach der Kirche zurück. Den Pfarrbezirk betritt man durch ein dreiteiliges Triumphtor, in das der Calvaire integriert ist.

Üblicherweise sieht man in dieser Gegend Statuen der Apostel bei Kircheneingängen. In Sizun stehen die Apostel an der Fassade des Beinhauses, ...

... das zu einem Mini-Museum umgestaltet wurde.

Ein Blick ins Kircheninnere:

Nach dem Mittagessen (Brote mit Mortadella und Käse, siehe das gestrige Foto) fahre ich weiter ins Dorf La Martyre und halte am offiziellen WoMo-Stellplatz. Im Gegensatz zur Beschreibung im WoMo-Reiseführer ist er nicht mehr geschottert, sondern asphaltiert, verfügt über eine kostenlose V+E-Station und macht keinen schlechten Eindruck. Die Temperatur beträgt 17 Grad, wofür in der Sonne ein T-Shirt reicht, im Schatten aber eine Weste nicht schadet (zumal es windig ist).

Auf dem Weg zum Pfarrbezirk komme ich an einem Automaten vorbei, wo man Brot kaufen kann.

Das Triumphtor mit integriertem Calvaire ist begehbar.

Im Gegensatz zu Sizun enthält der Pfarrbezirk einen Friedhof.

Links und rechts vom Eingangstor wachen Statuen der 12 Apostel.

Abgesehen von einer Bar (es ist nicht klar, ob sie in Betrieb ist) scheint es in La Martyre keine Lokale oder Geschäfte zu geben. Umso bemerkenswerter ist es, dass dieser Ort einen Gratis-Wohnmobil-Stellplatz bereitstellt. Ich habe zwar genug Brot, aber ich werfe dennoch 1,10 Euro in den Automaten und erhalte ein weiteres Baguette (es ist frisch).

Die Straße ins 2000-Einwohner-Städtchen Pencran 7 km weiter ist oft geflickt und etwas holprig. Ich halte auf dem Parkplatz am Hauptplatz vis-a-vis der Kirche. Die Mauer des Pfarrbezirks hat sieben Eingänge. Laut WoMo-Reiseführer sollten die Steinplatten bei manchen Toren nicht nur Hühner und anderes Getier vom geweihten Boden fern halten, sondern auch kleinwüchsige Dämonen. Ich bin nicht sicher, ob dies ernst gemeint ist.

Das Beinhaus (wie auch der Kirchturm) sehen etwas baufällig aus.

Links und rechts des versperrten Eingangs in die Kirche stehen die 12 Apostel. Manche Statuen hier bzw. an der Pforte haben im Laufe der Jahrhunderte Hände oder Köpfe verloren.

Bis in die 16.000-Einwohner-Stadt Landerneau sind es nur ein paar Kilometer. Da ich hier nicht übernachten will, kommt der offizielle, kostenpflichtige Stellplatz (mit sehr schlechten Beurteilungen in Park4night) nicht in Frage. Ich wähle auf gut Glück einen Parkplatz in Pocket Earth, aber der ist voll und eng, so dass es schwierig ist, umzudrehen. Der im WoMo-Reiseführer erwähnte zentrumsnahe Parkplatz schaut ebenfalls voll aus. Ich fahre aus dem Zentrum hinaus und sehe in der Gegenrichtung Längsparkplätze, für die Ludwig eigentlich zu lang ist (alle vier Räder befinden sich aber innerhalb der eingezeichneten Linien), da jedoch genügend frei sind, stelle ich ihn dort ab.

Ich mache einen Rundgang durchs Stadtzentrum, zuerst am Fluss entlang bis zum Parkplatz aus dem WoMo-Reiseführer (mit Ausnahme Sonntag Kurzparkzone mit maximal 90 Minuten), dann zur Kirche Eglise Saint-Houardon (geschlossen), zum Bahnhof und danach zur Brücke Pont de Rohan, auf der Häuser gebaut wurden. Auf der anderen Flussseite werfe ich einen Blick in die Kirche Saint-Thomas-de-Cantorbery. Anschließend gehe ich wieder am Fluss entlang zum WoMo-Stellplatz (9,15 Euro für 24 Stunden, zu etwa zwei Dritteln ausgelastet) und gelange über eine Fußgängerbrücke zurück zu Ludwig. Abgesehen von der Brücke Pont de Rohan gefällt mir die Stadt nicht. Hier ein paar Fotos:





Ich beschließe, die Nacht in La Martyre zu verbringen, und fahre 10 km zurück (diesmal nicht übers Zentrum von Pencran).

Mein Weg durch Sizun:

Mein Weg durch Landerneau:

Meine Route:


Kilometerstand: 2989 km (70 km gefahren).