Ich stehe kurz vor 7 Uhr auf ...

... und mache mich bei 13 Grad noch vor dem Frühstück auf den Weg, um ein paar weitere Fotos in Rochefort-en-Terre zu schießen. Keine Touristen weit und breit, allerdings parken einige Einheimische ihre Autos über Nacht im Ort, was manche Fotomotive beeinträchtigt.



Apropos Fotos: in La Gacilly, einer Stadt mit 4000 Einwohnern, findet seit 2003 im Sommer eine Open-Air-Foto-Ausstellung statt. Ich habe den WoMo-Stellplatz als Ziel eingegeben, den zu finden sich das Navi wegen Baustellen und Umleitungen aber schwer tut. Auch sieht er ziemlich voll aus. Andere Parkplätze weisen Höhenschranken oder ein WoMo-Verbotsschild auf. Ich fahre auf gut Glück weiter und parke Ludwig in der Nähe der Sportplätze.

Ich besichtige die Fotos, von denen viele unter dem Motto "Australien" stehen. Im Internet finde ich heraus, dass seit ein paar Jahren in Baden bei Wien ein Partner-Festival stattfindet, bei dem die Bilder aus La Gacilly um jeweils ein Jahr zeitversetzt angeschaut werden können. Hier ein paar meiner Fotos von anderen Fotos aus La Gacilly:






Nach einem Mittagssnack ...

... kaufe ich beim hiesigen Lidl ein.

Anschließend fahre ich nach Josselin, eine weitere kleine Stadt mit Charakter. Ich habe die Koordinaten des offiziellen Stellplatzes ins Navi eingegeben. Ich verlasse die Schnellstraße rund 1 km vor dem Stadtzentrum. Das Navi lässt mich rechts abbiegen. Aus dem Augenwinkel bemerke ich ein Fahrverbotsschild für WoMos, aber da ist es schon zu spät - mir bleibt keine Wahl als weiter zu fahren, bis ich zu einem weiteren Verbotsschild gelange. Also muss ich zurück und einen Weg auf die andere Stadtseite suchen. Ich erreiche schließlich den Stellplatz, doch er ist erstens auf der falschen Straßenseite als in den Karten eingezeichnet, zweitens nicht sehr groß, und drittens stehen dort die Camping-Cars eng beieinander - keine Chance, dass sich Ludwig noch irgendwo hineinzwängt. Später komme ich zu Fuß vorbei und entdecke, dass es sich um einen vorübergehenden Ersatz-Stellplatz handelt; der eigentliche Stellplatz wurde von einer Firma übernommen, die überall im Land Stellplätze der gehobenen Preisklasse betreibt und hier Stromanschlüsse hat bauen lassen (diese Profi-Stellplätze haben zwar den Vorteil, dass sich wegen der Schranke keine PKWs hinstellen können, aber sie eignen sich nicht für stundenweises Parken, man zahlt für Strom, den man gar nicht braucht, und wenn man allein unterwegs ist, kostet ein Campingplatz inkl. Toiletten und Duschen nicht viel mehr). Ich verlasse die Stadt, um einen neuen "Landeanflug" zu versuchen und Ludwig etwas weiter von der Stadtmitte entfernt zu parken. Ich sehe zwar Markierungen für Längsparkplätze neben einer Straße, aber sie sind so schmal, dass schon ein Kleinwagen mit zwei Seitenrädern außerhalb der Linien steht. Schließlich sehe ich beim Ortsschild eine geeignete Fläche, wo auch einige andere Autos geparkt wurden.

Die Stadt Josselin mit ihrer gewaltigen Burg und den alten Häusern in der Umgebung der Kirche ist die schwierige Parkplatzsuche aber allemal wert. Nachfolgend ein paar Fotos:





Es ist 17 Uhr. Ich sehe mich in Park4night nach einem Übernachtungsplatz um und werde in der 10.000-Einwohner-Stadt Ploermel fündig. Auf dem sehr großen asphaltierten Platz stehen nur zwei WoMos. Zwar gibt es eine offene Höhenschranke, aber diese sieht so verrostet aus, dass sie wohl seit langem nicht mehr zugesperrt wurde. Vom 1. bis 7. Juli ist das Parken verboten, weil ein Zirkus kommt. Gleich nebenan gibt es einen kleinen Parkplatz mit einer V+E-Station sowie öffentlichen Toiletten - wie sauber sie sind, werde ich morgen früh testen.

Ich spaziere ins Stadtzentrum, aber Ploermel ist keine schöne Stadt. Außer der Kirche (ich will ein paar laut betende Frauen nicht stören, darum verzichte ich auf eine Besichtigung innen) ...

... ist nur eine astronomische Uhr sehenswert.

Am Abend koche ich vegane Bratwürste, die ich beim Lidl gekauft habe.

Mein Weg durch La Gacilly:

Mein Weg durch Josselin:

Mein Weg durch Ploermel:

Meine Route:


Kilometerstand: 4919 km (113 km gefahren).