Sonntag, 16. Juni 2024

Frankreich, Tag 45 (Sonntag, 16.6.2024): Pointe du Raz

Wie erwartet konnte ich am zentralen Parkplatz in Poullan-sur-Mer eine ruhige Nacht verbringen. Der Himmel ist zu 75 Prozent bewölkt. Die Temperatur beträgt 13 Grad.


Ich fahre auf der Halbinsel etwas über 20 km westwärts bis zur Bucht Baie des Trepasses, die ungefähr auf halbem Weg zwischen den Kaps Pointe du Van und Pointe du Raz liegt. Hier stehen zwei Restaurants/Hotels, und man kann auf kostenlosen Tagesparkplätzen parken. Mit seinen 6 m Länge passt Ludwig genau in eine Parklücke (im Gegensatz zu einem größeren WoMo, das später kommt und drei Plätze blockiert - heute ist das aber unproblematisch, da auch am frühen Nachmittag noch genug Platz ist).


Ich habe gestern Abend eine Tour aus dem Kompass-Wanderführer in Komoot importiert. Um 9:30 breche ich auf. Die Wanderung beginnt mit dem langweiligeren Teil, nämlich der Überquerung der Landzunge, bis ich an der Südküste auf den Zöllnerpfad stoße und diesem zur Pointe du Raz folge. Der Weg ist oft schmäler als gewohnt, und es gibt ein paar Stellen, an denen es daneben recht steil (und ab der Klippe senkrecht) abwärts geht, ohne dass hier Büsche oder Farne einen Sturz bremsen würden. Ich achte sehr genau darauf, wohin ich meine Füße setze. Ich bin froh, dass es praktisch windstill ist, da ich sonst Sorge hätte, dass mich eine starke Böe aus dem Gleichgewicht bringt. Das Militär hat an der Pointe du Raz einen Semaphor-Turm gebaut und scheint ernsthaft zu glauben, dass diesen niemand fotografiert. Vor dem Kap stehen der Leuchtturm! Phare de la Vieille und unweit davon ein Markierungs-Türmchen, der auf eine Gefahrenstelle hinweist, auf kleinen Inseln im Meer. In 8 km Entfernung ist die flache, bewohnte Ile de Sein zu erkennen. Ich gehe auf dem Zöllnerpfad an der Nordküste zurück bis zur Baie des Trepasses, wo ich kurz nach 13 Uhr eintreffe und Brote mit Mortadella und Käse zu Mittag esse.













Um 14:30 fahre ich zur Pointe du Van. Bei der Abzweigung stehen zwei Windmühlen, die ich schon am Morgen fotografiert habe.


Ein paar hundert Meter vor dem Kap befinden sich Gratis-Parkplätze, von denen einer keine Höhenbeschränkung aufweist. Zum Glück ist noch nicht Hochsaison, dadurch ist genügend Platz für Ludwig. 


Ich spaziere zur Chapelle Saint-They ...


... und weiter zum Kap.



Ich fahre in die Hafenstadt Audierne. Der Parkplatz ist übernachtungsgeeignet, ich habe aber das Gefühl, dass hier schon recht früh gelärmt wird.


Bei der Einfahrt zum Hafen steht ein kleiner Leuchtturm! namens Phare du Raoulic. Ich halte in der Nähe neben der Straße und gehe den Rest zu Fuß, um ein Foto zu machen.


Nächste Möglichkeit zur Übernachtung: Pont-Croix, eine kleine Stadt mit Charakter. Der Parkplatz bei der Brücke, wo die Autoren des WoMo-Reiseführers eine ruhige Nacht verbracht haben, ist erstens mit PKWs voll und zweitens mit einem WoMo-Verbotsschild verunziert. Ich suche einen anderen Platz in Park4night, doch die Straße dorthin ist wegen einer Baustelle gesperrt. Über eine andere Einfahrt gelange ich in die Stadtmitte, und auch hier wird auf die Straßensperre hingewiesen. Ich stelle Ludwig auf dem großen Parkplatz vor dem Hotel de Ville ab (zur Not könnte man hier übernachten, aber es stehen für einen Sonntag schon viele PKWs da - ich fürchte, dass an einem Montag noch viel mehr kommen).


Ich schaue, ob die Zufahrt zu dem in Park4night eingetragenen Parkplatz möglich ist. Es geht, die Straßensperre kommt erst später! Außerdem dürfte es hier ruhiger sein. Ich beschließe, in Pont-Croix zu übernachten, denn morgen früh möchte ich die petite cite de caractere besichtigen.


Abendessen: Frikadellen mit Salat.


Meine Wanderung zur Pointe du Raz:


Mein Spaziergang zur Pointe du Van:


Meine Route:



Kilometerstand: 3901 km (58 km gefahren).