Als ich um halb acht aufstehe, ist der Himmel grau, und es nieselt so fein, dass man auf dem Boden die Feuchtigkeit nicht sieht. Es ist wärmer als zuletzt, nämlich 17 Grad.

Nachdem ich bei der Maison des Megalithes die recht saubere Toilette benutzt habe, fahre ich nach Vannes. Laut WoMo-Reiseführer ist die Parkplatzsituation in dieser Stadt mit über 50.000 Einwohnern miserabel. Ich hoffe, dass ich an einem Sonntag etwas finde, und steuere in Park4night eingetragene Spots an. Dort wäre jedoch nur Platz für Ludwig Junior. Ich fahre auf gut Glück weiter und kann Ludwig schließlich neben der Straße abstellen, ca. 1 km vom Zentrum entfernt.

Es ist zu früh zum Mittagessen, darum packe ich eine Flasche Yfood ein. Der Fußmarsch ins Zentrum ist rasch absolviert, da man nicht stehen bleiben muss - es gibt hier keinerlei interessante Fotomotive. Das ändert sich, als ich das Rathaus und die Gegend rund um die Kathedrale erreiche - jetzt macht sich die schwierige Parkplatzsuche bezahlt. In Vannes gibt es zahlreiche alte Fachwerkhäuser, die auf Fotos immer gut wirken. Der Nachteil eines Besuchs an einem Sonntag ist, dass die Kathedrale und die Kirche Saint-Patern aufgrund von Gottesdiensten nicht zugänglich sind. Am Hafen nehme ich meine Trinkmahlzeit zu mir. Auf dem Rückweg komme ich noch einmal bei der Kathedrale vorbei, die nun besichtigt werden kann. Um 14:00 treffe ich bei Ludwig van Tourer ein und mache eine halbe Stunde Pause, während der ihr die Fotos anschauen könnt:














Ich fahre auf der Schnellstraße zurück und verlasse sie in Auray. Auch hier ist es für ein WoMo nicht einfach, einen Parkplatz zu finden. Der offizielle kleine und schiefe Stellplatz ist zu mehr als 100 Prozent überbelegt (mehrere WoMos sind nämlich auf die Busparkplätze ausgewichen), während der höhenbeschränkte PKW-Parkplatz gleich daneben nur zur Hälfte ausgelastet ist. Glücklicherweise hat ein Park4night-User einen brauchbaren Spot in der Nähe eingetragen, an dem ich vorbeigekommen bin und daher weiß, dass dort freie Plätze sind.

Auray hat ungefähr ein Viertel der Einwohnerzahl von Vannes - und ist es ebenfalls wert, besucht zu werden. Ich spaziere zunächst durch die Oberstadt (die Kirche ist geschlossen, weil sie renoviert wird) und gehe dann hinunter zur Unterstadt auf der anderen Seite des Flusses. Einige Fachwerkhäuser sind wie üblich sehr fotogen. Nachfolgend Fotos aus Auray (wo es übrigens 24 Grad hatte - ich glaube, das ist der wärmste Tag, seit ich die Bretagne bereise):









Am Abend kehre ich zum Stellplatz in Carnac zurück (in der Gegenrichtung ist eine kilometerlange Autoschlange in langsamem Tempo unterwegs; woher kommen und wohin wollen die alle?) und freue mich schon auf Eierspeise mit Salat - sie ist rasch gemacht und schmeckt gut.

Mein Weg durch Vannes:

Mein Weg durch Auray:

Meine Route:


Kilometerstand: 4351 km (71 km gefahren).
