Das Thermometer flackert und zeigt unterschiedliche Temperaturen an, obwohl ich erst kürzlich eine neue Batterie eingelegt habe. Nach einem Reset beruhigt es sich zwar wieder, aber ich weiß nicht, ob 15 Grad stimmen oder ob die Wetter-App mit 12 Grad recht hat. Ich checke die öffentliche Toilette am Parkplatz in Ploermel: der Seifenspender ist kaputt, und man muss sein eigenes Klopapier mitbringen, sie ist jedoch sauber. Der Himmel ist größtenteils bewölkt.

Ich habe in der Rother-App eine Wanderung gefunden, die durch einen Teil des größten Waldgebiets der Bretagne führt. Sie startet beim Schloss Trecesson, doch der dortige Parkplatz ist privat. Ich fahre nach Trehorenteuc, wo ich Ludwig auf einem Wanderparkplatz abstelle, von wo es nicht weit zu einem Teilstück der Tour ist.

Ich breche um 9:45 auf. Die Wanderung führt mich zum goldenen Baum beim Feenspiegel-Teich, durchs Tal ohne Wiederkehr (ich bin wieder da, hurra!), zu einer Kapelle (nicht zugänglich, da auf Privatgrund) und zum Chateau de Trecesson. Auf dem Rückweg gehe ich nach einer Yfood-Pause nicht durchs Tal ohne Wiederkehr, sondern steige einen felsigen Pfad hinauf und beim goldenen Baum hinunter. Nach dreieinhalb Stunden bin ich wieder bei Ludwig.










Die Legende von König Artus hat in dieser Gegend ihren Ursprung. In der kleinen Kirche in Trehorenteuc ...

... sieht man die Ritter der Tafelrunde in einem Fenster-Gemälde.

In Neant-sur-Yvel sitzen Artus ...

... und 4 Ritter am runden Tisch (an den anderen Gefährten wird noch gearbeitet).

Ein steinzeitliches Grab wird "Garten der Mönche" (Jardin aux Moines) genannt. Der Sage nach handelt es sich um versteinerte Mönche.

Im hohlen Stamm einer Eiche hat sich während der Französischen Revolution ein Priester namens Guillotin versteckt. Die Eiche wurde später nach ihm benannt (Le Chene de Guillotin).

Im Chateau de Comper befindet sich ein Zentrum der Artus-Sage.

Auch Merlins Grab kann besichtigt werden ...

... und natürlich Excalibur, das Schwert im Stein.

Letzteres befindet sich am See Lac de Tremelin. Auf dem Parkplatz P2 dürfen WoMos maximal 48 Stunden lang stehen. Wenn die PKWs der Tagesbesucher weg sind, müsste es hier sehr ruhig sein. Ich beschließe, die Nacht am See zu verbringen. Vielleicht gelingt es mir ja, das Schwert aus dem Felsen zu ziehen und als König nach Österreich zurück zu kehren.

Mein Abendessen: die zweite Hälfte der veganen Bratwürste.

Meine Wanderung:

Meine Route:


Kilometerstand: 4982 km (63 km gefahren).