Nur ein Wort: Regen.

Ich habe dafür zwar noch Zeit, aber ich lade bei Vodafone 15 Euro Guthaben auf meine Simkarte (geht mit Kreditkarte) für weitere vier Wochen Internet. Der Regen lässt langsam nach. Die Temperatur beträgt 14 Grad. Da ich in den nächsten Tagen in eine Lidl-freie Zone fahre, statte ich um 10:30 der näheren der beiden Filialen in Torrelavega einen Besuch ab. Es nieselt.

Ich fahre zum Museum der Höhle von Altamira. Tomtom lässt mich in eine Nebengasse abbiegen, und ich denke nicht mit, denn angesichts des Fehlens eines Wegweisers ist klar, dass das nicht stimmen kann. Beim Wenden kommt mir beim Blick auf die Scheinwerfer-Reflektionen an einer Mauer ein unguter Verdacht. Tatsächlich, das rechte Abblendlicht funktioniert nicht! Das passiert offenbar auf jeder Reise. Aber ich weiß schon, was zu tun ist. In Google Maps finde ich die nächstgelegene Autowerkstatt. Hier warten jedoch mehrere Kunden, daher fahre ich weiter. Die Zufahrt der nächsten Werkstatt ist so mit PKWs verstellt, dass ich unmöglich hin gelange. Bei der dritten Werkstatt (ganz in der Nähe des Stellplatzes von Puente San Miguel) habe ich mehr Glück. Der Mechaniker spricht ein paar Worte Englisch, baut rasch den Scheinwerfer aus und ersetzt die Birne. Ich zahle inkl. Trinkgeld 12 Euro.

Um 12 Uhr bin ich wieder am Parkplatz des Altamira-Museums.

Ich esse Weckerl mit Putenbrust und Käse.

Der Eintritt ins Museum kostet 3 Euro. Wäre ich 65, dürfte ich gratis hinein. Der Eingang öffnet sich immer für eine Gruppe von Besuchern, wobei die Uhrzeit am Ticket aufgedruckt ist. Ich muss 15 Minuten bis 12:55 warten.

Die Höhle von Altamira ist UNESCO-Welterbe und kann nur noch in Ausnahmefällen betreten werden, damit die Malereien erhalten bleiben. Im Museum sieht man zuerst einen kurzen Film (der Höhleneingang wurde vor ca. 11.000 Jahren verschüttet und 1879 entdeckt) und danach einen Nachbau der Höhle.





Der denkmalgeschützte Ort Santillana del Mar liegt trotz seines Namens nicht am Meer und wurde zu einem der "Schönsten Dörfer" gekürt. Er ist sehr von Touristen überlaufen. Gemäß dem Gesetz von Angebot und Nachfrage kann daher eine Parkgebühr von 10 Euro verlangt werden (würde ich dort übernachten, wäre der Preis gerade noch okay, aber für eine Stunde Dorfbesichtigung ist er ziemlich übertrieben). Bei der Fahrt zum Parkplatz sehe ich nichts, was ich nicht bereits in Barcena Mayor ähnlich gesehen habe, darum verzichte ich auf einen Besuch. Stattdessen fahre ich zu einem Mirador, ...

... der in einem der Reiseführer erwähnt wird.

Dort befindet sich die Ruine einer Mühle.

Eine rot/ockerfarbene Kirche zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich parke in Cobreces ...

... und spaziere zu ihr. Leider ist sie geschlossen.

Ein sehr hübsches Städtchen ist Comillas. Die vielen freien Längsparkplätze liegen zwar in der blauen Zone, sind aber erst ab Juni kostenpflichtig.

Ich besichtige das Zentrum und die Villa Quijano, die von Antoni Gaudi stammt (Eintritt: 7 Euro). Auch das Palacio Sobrellano und die Pantheonkapelle sind sehenswert.








Ich mache mich nun auf den Weg ins Gebirge Picos de Europa zu einem Parkplatz, der 2 km vor dem Beginn der für morgen geplanten Wanderung liegt. Bis dahin sind es rund 60 km. Ein Stück davon lege ich auf der Autobahn zurück. In Unquera tanke ich um 1,269 Euro pro Liter Diesel. Von dort geht es südwärts bis Panes und danach wieder nach Westen durch ein Tal, bei dem zwischen den felsigen Berghängen nur für Fluss und Straße Platz ist.

Ab Arenas de Cabrales fahre ich noch einmal nach Süden durch eine enge Schlucht. Am Parkplatz stehen schon mehrere WoMos und haben sich die besten (am wenigsten schiefen) Stellen ausgesucht. Ich stelle mich vorn dazu (die Neigung ist 2 Grad nach rechts und 2 Grad nach vorne, also gar nicht mal so schlecht) ...

... und schieße ein paar Fotos. Wie ich es erwartet habe, gibt es hier keinen Mobilfunkempfang.

Mein Abendessen: Huhn in fruchtiger Tomaten-Mango-Sauce mit Vollkornreis und Salat, danach Joghurt mit Heidelbeeren und Nüssen.

Mein Weg zum Museum:

Mein Weg zur Kirche in Cobreces:

Mein Weg durch Comillas:

Meine Route:


Kilometerstand: 3379 km (122 km gefahren).