Dienstag, 6. Mai 2025

Spanien, Tag 14 (Montag, 5.5.2025): Noch einmal Drachenstein

Es regnet. Ich drehe mich um und schlafe weiter. Später schalte ich den Computer ein und schaue ein paar YouTube-Videos. Um halb 10 hört der Regen auf. Ich entsorge meinen Müll in einem der zahlreichen Abfallkübeln. Die anderen WoMos am Parkplatz bei der Metro-Station in Berango sind mit größter Wahrscheinlichkeit unbewohnt, sie gehören wahrscheinlich Stadtbewohnern, die sie hier dauerparken. Vorigen Herbst hätten meine Wohnraumbatterien nach zwei Nächten und einem Tag dringend aufgeladen werden müssen. Mit den neuen Batterien hingegen könnte ich problemlos noch einige Tage stehen.


Der nächste Lidl ist nur 1,6 km entfernt - und will nicht, dass WoMo-Fahrer hier einkaufen - zumindest keine WoMos, die höher als 2,20 m sind :-(


Aber 200 m weiter befindet sich ein Camper-freundlicher Supermarkt. Selber schuld, Lidl - so vergrault ihr euren besten Kunden!


Ich fahre zu einem Parkplatz an der Flussmündung nördlich von Getxo. Ein deutsches Paar kommt auf Fahrrädern vorbei und fragt, ob man hier übernachten darf (laut Park4night: ja). Sie waren gestern am Stellplatz in Bilbao und mussten ihr WoMo heute in eine Werkstatt bringen und wollen nicht noch einmal in die Stadt hineinfahren.


Ich spaziere zu einer kleinen Festung  (dort gibt es eine öffentliche Toilette) ...


... und dann am Rad-/Gehweg ...


... zum Leuchtturm Faro de Punta Galea.


Man sieht hier Flysch-Gesteinsformationen, aber sie sind weitaus weniger beeindruckend als jene in Zumaia (wo übrigens, wie ich inzwischen herausgefunden habe, auch Szenen für Game of Thrones gedreht wurden).


Mein Mittagessen: Heringsfilets auf mexikanische Art.


Nach einem Tankstopp (der Tank ist zwar noch zu zwei Dritteln voll, aber ich möchte den günstigen Dieselpreis von 1,299 Euro nutzen) will ich versuchen, den Leuchtturm Faro de Cabo Villano in der Nähe von Gorliz zu erreichen. Wie erwartet, ist die Straße dorthin gesperrt. Ein Fußmarsch von rund zwei Kilometern pro Richtung wäre zwar nicht schlimm, aber der Parkplatz ist höhenbeschränkt. Es gibt auch Parkplätze an der Straße, aber Ludwig würde hier zu weit in die Straße hinein ragen - für einen zufällig vorbeikommenden Polizisten wäre das eine Einladung, einen Strafzettel auszustellen. Ich fahre deshalb gleich weiter zum Parkplatz bei Drachenstein, wo ich schon am Samstag gewesen bin. Es gibt genug Platz für Ludwig.


Es ist nun ein recht schöner Tag geworden (Temperatur: 17 Grad). Ich schütze mein Gesicht mit Sunblocker, setze die Kappe auf, schnappe die Fotoausrüstung und marschiere zur Ermita San Juan de Gaztelugatxe. Da man im Mai an Wochentagen kein Online-Ticket benötigt, ist der Checkpoint unbesetzt. Die Kapelle auf der kleinen Insel (bzw. eigentlich eine Halbinsel) ist zweifellos ein Highlight einer Nordspanien-Reise (nicht nur für Game of Thrones-Fans), das man auf gar keinen Fall verpassen sollte. Ich steige die 231 Stufen (laut Reiseführer, nicht selbst gezählt) zur Kapelle hinauf und schieße zahlreiche Fotos. Leider sind auch heute keine Drachen zu sehen, sondern nur Touristen (für ein Bild im Weihnachtskalender werde ich diese herausretuschieren). Ich steige zum Haupt-Parkplatz hinauf, dann zu einem weiteren Mirador hinunter und gehe anschließend zu Ludwig zurück. Nachfolgend einige Fotos:


















Auch wenn ich auf Internet verzichten muss, beschließe ich, hier zu übernachten. Ich koche Faschierte Laibchen mit Salat.


Eine gesunde Dosis Beeren und Nüsse in Joghurt darf auch nicht fehlen.


Mein Weg zum Leuchtturm Faro de Punta Galea:


Meine Rundwanderung zur Ermita San Juan de Gaztelugatxe:


Meine Route:



Kilometerstand: 2489 km (54 km gefahren).