Da die Regenwahrscheinlichkeit im Laufe des Tages steigt, stehe ich früh auf und breche bereits um 7:15 zu einer Wanderung auf. Nachdem ich Santona durchquert habe, gehe ich meistens durch Wald bergauf. Die Tour führt mich auf den 318 m hohen Gipfel Atalaya, auf dem sich eine Ruine befindet. Danach muss ich ein längeres Wegstück zurück zum Pfad, der zum Leuchtturm Faro del Caballo führt. Die Komoot-Landkarte zeigt einen zweiten, kürzeren Weg an. Ich entscheide mich für diese Abkürzung, was sich als Fehler herausstellt. Der Weg ist immer schlechter zu erkennen. Ich versuche mich an der GPS-Position zu orientieren, doch der GPS-Empfang zwischen den Bäumen ist schlecht. Wenn ich in die Richtung gehe, die mich zur richtigen Route bringen soll und kurz danach wieder auf die Karte schaue, sieht es so aus, als würde ich in die falsche Richtung marschieren. Auf diese Weise gelange ich immer mehr ins Dickicht. Dornige Ranken umschlingen meine Beine und zerkratzen meine Hände, bis ich weder vor noch zurück komme (zumindest fast). Schließlich finde ich wieder den Weg, den ich gekommen bin, und kehre zur in Komoot geplanten Route zurück. Alles in allem hat mich diese missglückte Abkürzung eine Stunde Zeit gekostet. Ich erreiche den Abgang zum Leuchtturm, eine steile Treppe mit (laut Reiseführer) 750 Stufen. Ich zähle beim anstrengenden Hinaufgehen (mein Puls steigt auf 148) ab dem Leuchtturm etwas weniger Stufen, von weiter unten - so weit man sich dem Meer nähern kann - sind es rund 800. Oben lege ich eine Pause ein. Dann gehe ich wieder durch den Wald. Meistens handelt es sich um einen einfachen Spazierweg, es folgt aber auch ein steilerer Abschnitt. Ab dem Leuchtturm Faro del Pescador bewege ich mich auf einem asphaltierten Rad-/Gehweg. Um 12:20 beginnt es zu regnen. Ich verstaue die Kamera im Rucksack und setze die Kapuze meiner Wanderjacke auf. Ein letzter Anstieg von 94 Höhenmetern bringt mich zum Pfad, den ich am Morgen in der Gegenrichtung gefolgt bin. Es donnert. Zuletzt muss ich bei starkem Regen noch einen Kilometer weit die Stadt durchqueren. Um 13:15 erreiche ich völlig durchnässt Ludwig - wäre ich nicht eine Stunde lang durch den Wald geirrt, wäre ich trocken geblieben. Fazit: gehe keine Abkürzung, wenn du nicht zu 100 Prozent sicher bist, dass es tatsächlich eine ist.






















Ich esse ein halbes Baguette mit Schinken und Emmentaler. Am Nachmittag lege ich einen Ruhehalbtag ein. Die Regenwolken ziehen ab, aber laut Regenradar werden es nicht die letzten sein.

Als Abendessen gibt es Pasta und Salat, ...

... und danach natürlich Joghurt mit Himbeeren und Nüssen.

Meine Wanderung:

Kilometerstand: 2896 km (0 km gefahren, aber 17,7 km gegangen).