Dienstag, 27. Mai 2025

Spanien, Tag 36 (Dienstag, 27.5.2025): Tapia de Casariego

Nach einer ruhigen Nacht weckt mich das Zwitschern von Vögeln. Ludwig ist das einzige Fahrzeug am Parkplatz des Strands Playa de Cambaredo (da er sich als Kiesstrand nicht gut zum Baden und in der Sonne liegen eignet, dürften auch im Sommer Einheimische selten hierher kommen, und WoMos sind in dieser Gegend und Jahreszeit wohl auch deutlich weniger unterwegs als weiter im Osten). Der Himmel ist weitgehend bewölkt, aber die Wolkenschicht ist dünn. Die Temperatur beträgt 15 Grad.


Ich räume in Ludwig etwas um (Getränkeflaschen aus dem Keller holen und in die Fächer der Türen stellen, Küchenrollen von unter der Matratze hervorkramen) und fahre kurz nach 9 Uhr 11 Kilometer nach Tapia de Casariego. Ich lasse Ludwig auf einem Grasparkplatz zurück ...


... und gehe zuerst zu einer Sitzbank mit Blick auf die Küste. Die Wellen sind heute höher, als ich sie bisher in Spanien erlebt habe. Mein weiterer Weg führt an einer Kapelle vorbei zum Leuchtturm auf einer Insel, die über einen Damm erreichbar ist (der Boden ist feucht, er wird also bei Flut möglicherweise überschwemmt). Ich spaziere zum Ende der Mole, danach zum Hafen sowie einigen Aussichtspunkten. Zuletzt besichtige ich das Stadtzentrum mit Rathaus und Kirche. Tapia de Casariego ist eine hübsche Stadt. Und was am besten ist: anfangs sind keine Touristen und wenige Einheimische unterwegs.











Um 11:15 bin ich bei Ludwig zurück und esse Brote mit Guacamole.


Ich fahre zu einer Kapelle beim Strand Playa de Penarronda. Der Parkplatz ist nur für Turismos (das hat nichts mit Tourismus zu tun, sondern bedeutet PKWs), aber es ist wenig los, ...


... da gehen sich ein paar Fotos aus.


Ich verlasse die Küste und fahre 32 km nach Taramundi. Die Landschaft mit bewaldeten Bergen ist dünn besiedelt. Autos fahren auf der gut ausgebauten Straße (nicht die im Bild) nur wenige.


Ich parke Ludwig nach enger Zufahrt auf dem Stellplatz (ein Parkplatz auch für PKWs) hinter einer Sporthalle ...


... und besichtige das Dorf. Das ist schnell erledigt: eine Kirche (geschlossen), ein Friedhof, steile Straßen, ein paar Steinhäuser (die recht neu ausschauen) und Restaurants - ich hatte mir von Taramundi mehr erwartet.



Die Straße nach Teixois ist eineinhalbspurig mit steilen Abschnitten und für Fahrzeuge bis 8 m Länge freigegeben - für Ludwig somit kein Problem. Vor dem Dorf befindet sich ein Parkplatz, der auch einen gut für WoMos geeigneten Parkstreifen beinhaltet.


In diesem Dorf findet man wirklich alte Steinhäuser. So hat sich der Ausflug doch noch gelohnt.



Beim Vorbeifahren hatte ich den Eindruck, dass man aus Castropol einen schönen Blick auf die Stadt Ribadeo am anderen Flussufer hat. Ich stelle Ludwig auf einen in Park4night gefundenen Parkplatz ...


... 
und mache einen Rundgang. Wolken verdecken jetzt wieder die Sonne. Das Dorf Castropol ist wenig sehenswert, aber man könnte hier eine ruhige Nacht verbringen - sofern der Lastwagen (sollte er hier bleiben) irgendwann den Motor ausschaltet.


Ich überquere den Fluss auf der Autobahnbrücke ein paar Kilometer näher an der Mündung und steuere den Lidl an (da hat mir Google Maps einen schönen Schrecken eingejagt, als es mich vor zwei Abenden glauben ließ, es gäbe bis Portugal keine Filialen mehr). Gleich nebenan befinden sich ein Decathlon, ein Jysk und ein Eroski-Supermarkt. Nach dem Einkauf tanke ich beim Eroski um 1,349 Euro pro Liter Gasoleo A (einen niedrigeren Preis gibt es laut App in der Gegend nicht).


Ich habe heute nur einen Leuchtturm gesehen - da geht noch was! Bis zum Faro de Ribadeo, auch Faro de Isla Pancha genannt, sind es wenige Kilometer. Ich bin nicht sicher, ob das eckige Gebäude ein zweiter Leuchtturm ist oder ob sich die dort befindliche Bar (derzeit geschlossen) als Leuchtturm verkleidet hat. Jedenfalls handelt es sich um einen schönen Leuchtturm (oder zwei schöne Leuchttürme) auf einer kleinen Insel, die über eine Brücke erreichbar ist. Die Gischt der Wellen spritzt manchmal meterhoch.





Der Parkplatz ist in Park4night nicht eingetragen, was mich stutzig macht. Ich gehe zweihundert Meter zu einem anderen Parkplatz, und tatsächlich ist nah an der Insel laut einem Schild das Parken von Caravanas verboten (Google übersetzt das mit Wohnwagen, aber ich bin sicher, dass auch Wohnmobile gemeint sind). Wäre natürlich toll gewesen, gleich neben dem Leuchtturm zu schlafen, aber da kommen wahrscheinlich bis nach Sonnenuntergang und noch später immer wieder Autos. Ich stelle Ludwig auf den großen Schotterparkplatz 200 m vor dem Leuchtturm. Ein Brite hat sich den besten Platz geschnappt, aber für Ludwig gibt es den zweitbesten ...


... mit Blick aufs Meer. 


Mein Abendessen: Eierspeise mit Salat, danach Heidelbeer-Nuss-Joghurt.


Mein Weg durch Tapia de Casariego:


Mein Weg durch Taramundi:


Mein Weg durch Teixois:


Mein Weg durch Castropol:


Mein Spaziergang beim Leuchtturm von Ribadeo:


Meine Route:



Kilometerstand: 4300 km (101 km gefahren).