Montag, 26. Mai 2025

Spanien, Tag 35 (Montag, 26.5.2025): 4 Leuchttürme

Zweifache Entwarnung: auch westlich von mir gibt es Lidl-Filialen, nur wurden diese von Google Maps gestern nicht angezeigt. Und das Kabel des CPAP-Geräts ist lang genug, so dass ich es am Wechselrichter anschließen und die Atemmaske verwenden kann, wenn ich verkehrt im Bett liege. Da sieht alles gleich viel heiterer aus, auch wenn sich die Sonne heute morgen nicht blicken lässt. Es ist bewölkt bei 17 Grad.


Ich verlasse den reizenden Ort Cudillero (ausgezeichnet mit dem Prädikat "Schönstes Dorf") und fahre zum Cabo Vidio. Ich parke ein paar hundert Meter vor dem Kap. Übernachten ohne Campingverhalten wird hier toleriert. Wenn das Wetter passt (vor allem mit Abendröte), ist das ein wunderbarer Stellplatz, den man sich ganz groß notieren sollte.


Heute passt das Wetter leider nicht (was mit der Wettervorhersage von gestern Morgen überhaupt nicht korrespondiert), denn während meines Spaziergangs zum Leuchtturm ...


... beginnt es zu regnen. Klugerweise habe ich den Knirps in der Fototasche.


Aber schlechtes Wetter gehört nun mal zum Reisen dazu. Ich lasse mich nicht aufhalten. Ein paar weitere hundert Meter vom Cabo Vidio entfernt befindet sich neben einigen Häusern ein asphaltierter Parkplatz, wo es ein Boot auf die Klippe verschlagen hat.


Wenig später regnet es nicht mehr. Der Marco Polo Camper Guide nennt den Strand Playa del Silencio als nächsten Stopp. Tomtom lässt mich ins Dorf Novellana abbiegen. Plötzlich wird die Straße zwischen Gartenmauern so schmal, dass ich sehr vorsichtig fahren muss, um Ludwig keine neuen Kratzer zu verpassen. Die nächste Abbiegung nach rechts ist überhaupt nicht zu schaffen. Ich hole Google Maps zu Hilfe und finde aus Novellana hinaus. Was Tomtom hier eingefallen ist, verstehe ich nicht, denn der Weg durchs Dorf ist sicherlich keine Abkürzung. Auf der zweispurigen N-632a gelange ich bis zu einer Abzweigung einer schmalen Straße, auf der man nach einem Kilometer in Strandnähe kommt. Ein LKW steht hinter der Abzweigung und ragt so weit auf die Straße hinaus, dass ich auch mit Ludwig Junior nicht vorbeikommen würde. Ob die weitere Zufahrt überhaupt WoMo-geeignet ist, weiß ich nicht. Im Marco Polo Camper Guide sind nämlich blöderweise die GPS-Koordinaten des Strandes angegeben und nicht eine Parkmöglichkeit - was einmal mehr meine Einschätzung verfestigt, dass die Wohnmobil-Reiseführer von Marco Polo ihr Geld nicht wert sind. Ich verzichte also auf den Strand und folge der kurvenreichen N-632a, wobei ich zwei Zufahrten zur Autobahn ignoriere, auf die mich das Navi lotsen will. Schilder weisen darauf hin, dass hier einer der Jakobswege verläuft. Tatsächlich sind Wanderer unterwegs - kein schöner Abschnitt des Pilgerwegs, wo man auf der Straße gehen muss (wenigstens ist sie kaum befahren). In Busto weist ein Schild WoMos nach rechts auf eine schmale Straße (denn die Route durchs Dorf soll noch enger sein), was Tomtom völlig durcheinander bringt. Ich folge den Wegweisern mit der Aufschrift "Faro" und gelange zum Leuchtturm. Am Wiesenparkplatz ist das Übernachten gestattet.


Ich umrunde den Leuchtturm ...


... und fotografiere die Klippen am Cabo Busto.


Es ist fast Mittag. Zeit für eine Dose Sardinen ohne Haut und ohne Gräten.


Bei der Rückfahrt bemerke ich bemalte Bäume.


Die Wolken lockern auf. In Luarca lasse ich mich zu einem Parkplatz lotsen, der näher an der Stadtmitte liegt als der offizielle Stellplatz.


In der Nähe des Leuchtturms befinden sich eine Kapelle und ein interessanter Friedhof. Anschließend spaziere ich durchs Zentrum. Luanca kann nicht ganz mit Cudillero mithalten, ist aber ebenfalls sehenswert.











In Puerto de Vega parke ich am Hafen ...


... und mache einen Spaziergang ...


... bis zur Kirche Santa Marina. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht.


In Navia befindet sich ein Stellplatz am Rand eines Familia-Supermarkt-Parkplatzes. Ich kaufe im Supermarkt Salat und Obst.


Beim Faro de San Agustin sehe ich in der Luftbild-Ansicht von Google Maps einen kleinen Parkplatz. Als ich dort eintreffe, stelle ich fest, dass das Halten, Parken und Übernachten von Wohnmobilen und Transportern verboten ist. Das Problem dabei: um das zu lesen und es mir von Google übersetzen zu lassen, bleibt mir nichts anderes übrig als zu halten. 


Aber es ist ohnehin nichts los, da kann ich sicherlich stehen bleiben, um ein paar Fotos des Leuchtturms zu schießen. Das Verbot ist sowieso wenig sinnvoll, denn entlang der Zufahrt (bis 150 m vor dem Leuchtturm) verläuft ein weitgehend leerer Parkstreifen ohne jegliche Einschränkungen.


In der Nähe des Dorfs A Carida befindet sich laut Park4night ein empfehlenswerter Übernachtungsplatz (bis zu 48 Stunden ohne Campingverhalten). Ich beschließe, hier zu bleiben.


In ein paar Minuten erreicht man einen kleinen Kiesstrand.


Mein Abendessen: Faschierte Laibchen mit Salat, danach Heidelbeer-Nuss-Joghurt.


Mein Spaziergang am Cabo Vidio:


Mein Weg durch Luarca:


Mein Weg durch Puerto de Vega:


Meine Route:



Kilometerstand: 4199 km (103 km gefahren).