Die Nacht auf dem riesigen Parkplatz bei der Sporthalle in Gijon war sehr ruhig. Am Morgen ist es teilweise bewölkt bei 13 Grad.

Ich möchte versuchen, einen zentrumsnahen Parkplatz zu finden. Tomtom will mich über die Autobahn leiten, Google Maps schlägt eine Route am Strand entlang vor. Ich entscheide mich für letztere. Das Problem: der Parkplatz ist voll. Ebenso der nächste. Ich probiere es mit kostenpflichtigen Längsparkplätzen entlang einer Straße. Mit Ludwig junior hätte ich eine Lücke gefunden, aber mit Ludwig senior schaffe ich das nicht. Also weiter zu einem Parkplatz bei einem Friedhof. Da müsste ich zwei Parzellen belegen, was das Risiko eines Strafzettels mit sich bringt. Ich gebe Gijon eine letzte Chance. Die Gegend kommt mir von gestern bekannt vor - ich bin im Kreis gefahren. Der neue Parkplatz ist sehr groß und bietet genügend Platz. Von meinem Übernachtungsplatz ist er nur rund einen Kilometer entfernt. Gefahren bin ich jedoch 19 km quer durch die Stadt - das hätte ich auch einfacher haben können.

Es ist 10:45. Ich esse einen verfrühten Mittags-Snack: zwei Weckerl mit der restlichen Mortadella und Käse.

Ich marschiere los. Am Strand entlang erreiche ich die Altstadt, steige auf einen kleinen Hügel dahinter und gehe am Hafen vorbei bis zum Eisenbahnmuseum (Eintritt frei). Auf dem Rückweg durchs Zentrum entdecke ich eine Fußgängerzone. Gijon ist groß, man kann kilometerweit gehen, ohne dass man viele Fotomotive entdeckt - die Stadt ist nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes.












Gestern ist mir bei der Fahrt zum Stellplatz ein hoher Turm aufgefallen. Heute sehe ich ihn aus der Nähe an. Er gehört zur Universität Universidad Laboral.



Ich mache mich auf den Weg nach Oviedo. In Lugones verlasse ich die Autobahn, um einen Shopping-Stopp beim Lidl einzulegen.

In Oviedo fahre ich zu einem Parkplatz am Anfang der Straße auf den Monte Naranco, ...

... von dem man zu Fuß zu den kleinen Kirchen Santa Maria del Naranco ...

... und San Miguel de Lillo gelangt.

Beide gehören zum UNESCO-Welterbe. Sie können nur im Rahmen einer Führung (in spanischer Sprache) besichtigt werden. Die nächste beginnt in 3 Minuten um 17 Uhr und kostet 5 Euro. In der ersten Kirche (um 850 erbaut) darf innen fotografiert werden, in der zweiten nicht.

Ich fahre nun auf den Monte Naranco. Anfangs ist die Straße zweispurig, allerdings mit einer engen Kurve, die ich nur schaffe, indem Ludwig einmal zurücksetzt. Der letzte Kilometer ist schmäler. Ich parke Ludwig neben der Straße ...

... und gehe das letzte Stück zum Gipfel. Hier befindet sich eine Christusstatue.

Am Fuß des Berges liegt Oviedo, die Hauptstadt Asturiens mit ca. 220.000 Einwohnern.

Morgen möchte ich eventuell eine Radtour unternehmen. Der Wohnmobil-Tourguide empfiehlt, in Tunon am Beginn des Radwegs Senda del Oso zu übernachten. Ich muss Oviedo durchqueren, wo viel Verkehr ist. Danach sind noch etwas mehr als 20 km zurückzulegen. Am Parkplatz treffe ich auf ein Wohnmobil aus Deutschland und einen Campervan. Der Internet-Empfang ist ausgezeichnet.

Ich esse Bratwürste und Salat.

Mein Weg durch Gijon:

Mein Weg zu den UNESCO-Welterbe-Kirchen in Oviedo:

Meine Route:


Kilometerstand: 3963 km (97 km gefahren).