Samstag, 17. Mai 2025

Spanien, Tag 26 (Samstag, 17.5.2025): Wanderung nach Bulnes

[Hinweis] Ich habe heute auch Tag 24 und Tag 25 gepostet. Viel Vergnügen beim Lesen und Bilder-Schauen! [Hinweis Ende]

Da sich nach den gestrigen 34.000 Schritten meine Beinmuskulatur bemerkbar gemacht hat, habe ich in der Nacht beim Kraftwerk in Poncebos schlecht geschlafen. Nichtsdestotrotz werde ich heute gleich die nächste Wanderung machen, denn da es in Nordspanien oft regnet, möchte ich einen regenfreien Tag nicht mit Herumsitzen verschwenden. Ich bleibe bis 7:30 liegen und lasse mir Zeit mit dem Frühstück. Das Thermometer zeigt 11 Grad an.


Um 9:10 bin ich bereit zum Aufbruch. Die Zufahrt zur Ruta del Cares ist bereits zugeparkt, ein Parkwächter leitet die Autos zum Parkplatz der unterirdischen Standseilbahn nach Bulnes um. Ins Dörfchen Bulnes führt mich auch meine Wanderung. Kurz bevor rechts die Ruta del Cares beginnt, biege ich links hinunter zum Rio Cares ab. Nach der Brücke geht es auf nicht ganz 3,5 km etwas mehr als 400 Höhenmeter bergauf. Wie gestern führt auch dieser Weg ungesichert am Abgrund entlang. Er ist steiler und felsiger als der gestrige Pfad, der in weiten Teilen einem Spazierweg gleicht (mit einer Felswand auf der einen und einem Abgrund auf der anderen Seite), aber immer mindestens einen Meter breit - mit Ausnahme eines Abschnitts, den ich auf 80 cm schätze (hier richte ich meinen Blick auf meine Füße und vermeide es, zur Seite zu schauen). In der Nähe von Bulnes ist ein Rundweg geplant, wobei ich den steilsten Abschnitt lieber bergauf gehe und darum entgegen der Planung zuerst zum Mirador bei zwei Restaurants und ein paar Häusern hinauf steige. Bei einem Brunnen lege ich eine Yfood-Pause ein. Danach gehe ich hinunter nach Bulnes, einem Dorf, das nicht per Straße erreichbar ist. Vor dem Bau der Standseilbahn musste alles zu Fuß hintransportiert werden. Ich gehe noch weiter bergauf zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Gipfel des Pico Urriellu (2519 m), dann drehe ich um und marschiere zurück nach Poncebos. Ich überlege, wie ich mich verhalten soll, wenn mir an der engsten Stelle jemand entgegen kommt. Tatsächlich begegne ich jemandem - nämlich drei Ziegen. Eine schnüffelt an meinem Handgelenk, hat aber glücklicherweise nicht die Idee, mich in den Abgrund zu stoßen. Kurz nach halb zwei treffe ich bei Ludwig ein, wo ich die Boiler-Heizung einschalte und eine halbe Stunde raste, ehe ich dusche. Die Garmin-Uhr empfiehlt 19 Stunden Erholung. Mein Puls war nie höher als 135. Das Training in der Steiermark (z.B. mehr als 500 Höhenmeter hinauf zum Skilift-Speicherteich) hat sich bezahlt gemacht.

















Um 15 Uhr bin ich erfrischt und ist alles verstaut. Ich fahre die Straße, die ich vor zwei Tagen gekommen bin, bis Panes und biege dann Richtung Potes ab. Wegen Straßenbau-Arbeiten folgen fünf Gegenfahrbereiche mit menschlichen Ampeln.


Vor dem sechsten Gegenfahrbereich biege ich links ab. Nach 700 m erreiche ich den übernachtungsgeeigneten Parkplatz bei der Iglesia de Santa Maria de Lebena (Internet: 3G).


Die kleine Kirche aus dem 12. Jahrhundert liegt in schöner Landschaft. Ich besichtige ihren vergoldeten Altar (Eintritt: 2 Euro). Innen darf nicht fotografiert werden.


5 km und einen Gegenfahrbereich weiter befindet sich das Besucherzentrum des Nationalparks Picos de Europa. Am Parkplatz kann man übernachten (Internet: LTE). Allerdings liegt er an der Straße, wo zwar - zumindest an einem Samstag Abend - wenig los ist, die Autos fahren aber mit 80 km/h vorbei.


Ich besichtige im Besucherzentrum ...


... eine Ausstellung über die Picos de Europa (Infotexte in Spanisch und Englisch).


Ich schaue mir einen Parkplatz in Potes an. Es stehen mehrere Camper dort, die sich die besten Plätze (wo man relativ eben steht) geschnappt haben. Ich kehre zum Nationalpark-Zentrum zurück, denn daneben gibt es einen Fußballplatz, und ein Parken-Schild weist auf einen nicht asphaltierten Platz (hauptsächlich Grasboden) dahinter hin. Ich beschließe, zu warten, ob heute noch ein Match stattfindet, und werde mich nach Sonnenuntergang dort positionieren.


Zum Abendessen gibt es Pasta, Salat,Joghurt, Heidelbeeren und Nüsse.


Meine Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 3443 km (61 km gefahren).