Der Sonntag beginnt mit einer Mischung aus blauem Himmel und Wolken bei 16 Grad. Der Stellplatz in Overo ist gut besucht, ein paar WoMos hätten aber noch Platz gehabt.

Ich fülle Ludwigs Wassertank und kehre den gröbsten Schmutz hinaus. Gestern hat mein iPhone zu spinnen angefangen und mich nicht mehr erkannt, aber es scheint sich selbst repariert zu haben, denn Face-ID funktioniert jetzt wieder.

Ich fahre ein paar Kilometer nach Aviles und stelle Ludwig auf den Tagesparkplatz des Kulturzentrums Centro Niemeyer, benannt nach dem Architekten Oscar Niemeyer. Dort bemerke ich, dass meine Jackery-Powerstation seit mindestens einem, wenn nicht zwei Tagen nicht mehr lädt, weder mit 12 Volt noch mit 230 V (hier hört man es immer wieder knacken). Wenn ich mich verkehrt ins Bett lege (also den Kopf dort, wo sonst die Füße liegen), kann ich mein CPAP-Gerät vielleicht mit dem Wechselrichter statt mit der Powerstation betreiben - das muss ich heute Abend probieren.

Beim Centro Niemeyer sind mehrere Fotografen unterwegs (warum einer bei diesen Lichtverhältnissen ein Stativ verwendet, verstehe ich nicht). Ich fotografiere das Gebäude ebenfalls und überquere dann den Fluss auf einer Fußgängerbrücke. Aviles ist eine Industriestadt mit 75.000 Einwohnern mit wenig fotogener Umgebung, aber das Zentrum der drittgrößten Stadt Asturiens ist durchaus einen Spaziergang wert.









Es ist 12:15 Uhr. Ich esse Thunfisch.

Nach dem Mittagessen statte ich dem Leuchtturm ...

... am Cabo Penas einen Besuch ab.

Es gibt zwar keine entsprechenden Schilder, aber laut Park4night darf am Parkplatz nicht übernachtet werden.

Beim Faro de Aviles ...

... stelle ich Ludwig am Rand der Stichstraße ab.

Wie ich gleich darauf entdecke, befindet sich 100 m weiter ein Wanderparkplatz. Der Küstenwanderweg ist 36 km lang (bis zum Cabo Penas 22 km) - ein netter Tagesausflug (mit brennenden Sohlen am Ende), aber nur, wenn jemand da ist, der einen nach der Tour abholt, denn hin und zurück wäre etwas zu weit.


Cudillero ist ein beliebtes Ausflugsziel in herrlicher Lage. Ich entdecke einen Wegweiser "Ruta de los Miradores" und steige zu mehreren Aussichtspunkten hinauf. Zum krönenden Abschluss verfügt der Ort auch über einen kleinen Leuchtturm. Leider ziehen graue Wolken auf und bedecken schon bald den gesamten Himmel.






400 m weiter dürfen Wohnmobile an der Hafenmauer übernachten (im Sommer um 5 Euro, derzeit kostenlos). Da es nach Regen aussieht (der bald danach tatsächlich kommt, allerdings nur kurz - in der Regenradar-App wird er gar nicht angezeigt), beschließe ich, heute um 17 Uhr Frühschluss zu machen.

Als Abendessen gibt es Pasta mit Salat.

Danach lasse ich mir die letzten Himbeeren der aktuellen Packung schmecken. Ab morgen sind wieder Heidelbeeren an der Reihe, die in der zuletzt besuchten Lidl-Filiale vorrätig waren.

Mein Weg durch Aviles:

Mein Weg durch Cudillero:

Meine Route:


Kilometerstand: 4096 km (80 km gefahren).
PS: Riesengroßes Entsetzen: wie ich gerade herausgefunden habe, befinde ich mich jetzt im Lidl-Niemandsland. Bis zum westlichsten Punkt Spaniens sind es mehr als 250 km Luftlinie - und nirgendwo hat Lidl eine Filiale eröffnet.