Freitag, 9. Mai 2025

Spanien, Tag 18 (Freitag, 9.5.2025): Santona

Obwohl ich mitten in Laredo (in der Nebenstraße Calle del Marques de Valdecilla) übernachtet habe, war es vollkommen ruhig. 


Die hiesige Lidl-Filiale öffnet um 9 Uhr. So lange will ich nicht warten. Es wird heute ein regnerischer Tag, und ich möchte die regenfreie Zeit nutzen. Mein Ziel Santona liegt vom Ende des langen Laredo-Strands an der Landspitze El Puntal nur wenige hundert Meter entfernt, mit dem Auto muss ich dorthin jedoch 14 Kilometer fahren. Ich sehe öfters Schilder mit der Aufschrift "Camino de Santiago", das heißt, dass einer der Jakobswege nach Santiago de Compostela hier verläuft. In der Nähe des Hafens finde ich in einer Seitengasse einen übernachtungsgeeigneten Längsparkplatz.


Eine Leuchtturm-Wanderung fällt heute ins Wasser. Stattdessen unternehme ich einen Rundgang durch die Stadt. Ein Aussichtspunkt in der Form eines Schiffsbuges würde sich für Titanic-Fotos ("Ich bin der König der Welt") eignen, aber dafür muss man zu zweit unterwegs sein. Ich gehe durchs Stadtzentrum bis zur Kirche (geschlossen), dann zu einer Festung und schließlich am Ufer entlang, bis ich Ludwig erreiche. Schon am Anfang spüre ich ein paar Tropfen. Um 9:20 (mindestens eine Stunde früher als vorhergesagt) muss ich den Regenschirm aufspannen.














Ich suche in Komoot eine Wanderung zu den beiden Leuchttürmen in der Nähe. Morgen Vormittag ist die Regenwahrscheinlichkeit gering, so dass ich diese Tour wahrscheinlich gehen kann. Ich esse Brote mit Aufstrich und Zwiebeln und schaue Youtube-Videos.


Gegen halb zwei lässt der Regen nach. Ich fahre in das Dorf Isla. Der Parkplatz aus dem Wohnmobil-Tourguide ist höhenbeschränkt (wie so viele Orte am Meer haben die Einwohner in der Hauptsaison so viele Besucher, dass sie auf WoMos verzichten können bzw. Wohnmobile auf Campingplätze verbannen), ...


... aber in der Nebensaison kann ich auf einem der wenigen Längsparkplätze stehen bleiben.


Ich mache einen kurzen Rundgang. Isla verfügt über einen fotogenen Strand direkt beim Ortszentrum.


Mein nächster Halt ist bei der Wallfahrtskirche Iglesia Santa Maria aus dem 12. Jahrhundert (geschlossen). Der Parkplatz ist etwas zu schief, sonst wäre er ein toller Übernachtungsplatz.


Den Leuchtturm Faro de Ajo darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen.


Er ist hübsch bemalt ...


... - das verdient ein Selfie.


Am Sonntag möchte ich Santander besichtigen. Dort darf ein WoMo eigentlich nur am offiziellen (oft vollen) Stellplatz parken, ansonsten besteht praktisch überall Parkverbot für Fahrzeuge, die schwerer als 1,8 t sind. Eine Alternative ist, das WoMo in Somo abzustellen und sich von der Fähre nach Santander bringen zu lassen. Um mich dort etwas umzusehen, lasse ich mich von Tomtom in die Nähe des Ablegeplatzes der Fähre lotsen. Die Parkplätze sind blau markiert, aber ich sehe keine Bezahlmöglichkeit. Ich frage Perplexity, zu welchen Zeiten die blauen Linien in Somo gelten, bekomme aber nur allgemeines Blabla über blaue Linien in Spanien. Google Gemini hingegen weiß die Antwort: Parken ist erst ab 15.6. kostenpflichtig. Auf Nachfrage liefert mir die KI auch die offizielle Webseite, so dass ich kontrollieren kann, dass sie nicht halluziniert.


Die Fähre kostet hin und zurück 6,50 Euro. Jakobsweg-Wanderer können sie auch benutzen, dann sind es bis Santiago de Compostela nur noch 577 (statt 596) Kilometer.


Ich gebe die Koordinaten eines kostenlosen Stellplatzes in Arnuero ins Navi ein - nicht um dort zu bleiben, aber ich könnte die Ver- und Entsorgungsstation nutzen. Er liegt direkt neben der Hauptstraße und ist völlig leer. Um die Schranke zu öffnen, muss man aber entweder eine App verwenden oder eine Webseite aufrufen. Ich verzichte darauf. In der Gegenrichtung fahren inzwischen mehrere Dutzend Kleinwagen vorbei.


Der Lidl in Laredo hat zwar keine Höhenbeschränkung, aber verhältnismäßig wenige Parkplätze. Ich habe Glück, dass ich einen bekomme.


Nach meinem Wochenend-Einkauf (Salat, Brot, Zitronen, Bananen, Joghurt, gefrorene Himbeeren und Chips - manchmal muss man sündigen) fahre ich nach Santona, um in der Nebenstraße am Hafen zu übernachten, so dass ich morgen nach dem Frühstück gleich zur Wanderung aufbrechen kann. Nicht weit vom Lidl befindet sich in Laredo übrigens auch ein Aldi. Er hat genauso wenig Platz für Autos.


Mein Abendessen: Faschierte Laibchen mit Salat.


Mein Weg durch Santona:


Mein Weg durch Isla:


Mein Weg zum Leuchtturm:


Meine Route:



Kilometerstand: 2896 km (112 km gefahren).